Bericht und Disseminationszusammenfassung zum Job-Shadowing-Programm
Kennenlernen von bewährten Methoden im Bereich Nachhaltigkeit in einem internationalen Umfeld
Erstellt von: Polla Wolf
Die im Rahmen des Erasmus+-Programms durchgeführte Job-Shadowing-Aktivität hatte zum Ziel, Good Practices / bewährte Methoden im Bereich Nachhaltigkeit kennenzulernen, sowie Methoden und pädagogische Ansätze zu untersuchen, die zur Entwicklung eines umweltbewussten Denkens und zur alltäglichen Umsetzung der Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung im Bildungsbereich beitragen.
Während der Mobilität nahm ich an einem fünftägigen Job-Shadowing-Programm teil, dessen Schwerpunkt auf dem Thema Nachhaltigkeit und deren Integration in den Bildungsprozess lag. Das vorrangige Ziel des fachlichen Programms bestand darin, das österreichische Bildungssystem kennenzulernen und zu untersuchen, wie Nachhaltigkeit auf institutioneller Ebene, im Unterricht sowie im Rahmen projektorientierten Lernens umgesetzt wird.
Am ersten Tag des Besuchs erhielt ich Einblicke in die Organisationsstruktur und den täglichen Betrieb der Schule. Außerdem lernte ich die Nachhaltigkeitsprogramme kennen, die den Schulalltag prägen. Besonders interessant war die Erkenntnis, dass Umweltbildung nicht als isoliertes Thema behandelt wird, sondern als eine ganzheitliche Haltung, die den gesamten Schulbetrieb durchdringt.
An den folgenden Tagen konnte ich durch die Beobachtung von Unterrichtsstunden und Schülerprojekten verschiedene Methoden zur Behandlung der Themen Abfallwirtschaft, Wasserverschmutzung und erneuerbare Energien kennenlernen. Ich erhielt Einblicke in das System der getrennten Abfallsammlung an der Schule, in die Umweltprojekte der Schülerinnen und Schüler sowie in verschiedene „grüne Routinen“, die einen nachhaltigen Schulalltag unterstützen. Besonders wertvoll war die Beobachtung, wie Lehrkräfte die Unterrichtsinhalte mit realen Umweltproblemen verbinden und Methoden des projektorientierten Lernens einsetzen, um die Schülerinnen und Schüler aktiv einzubeziehen.
Im Rahmen des Programms hatte ich außerdem die Möglichkeit, digitale Lernumgebungen und den STEM-basierten Unterricht kennenzulernen. Die im Unterricht eingesetzten digitalen Werkzeuge steigerten nicht nur die Motivation der Schülerinnen und Schüler, sondern unterstützten auch effektiv die Bearbeitung von Nachhaltigkeitsthemen und die Entwicklung von Kompetenzen des 21. Jahrhunderts.
Im letzten Abschnitt des fachlichen Besuchs standen die pädagogische Autonomie der Lehrkräfte in Österreich, das Bewertungssystem sowie die methodische Freiheit der Lehrkräfte im Mittelpunkt. Die fachlichen Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der aufnehmenden Einrichtung ermöglichten einen Vergleich des ungarischen und österreichischen Bildungssystems sowie eine gemeinsame Analyse verschiedener Good Practices.
Auf Grundlage der Beobachtungen wurde deutlich, dass Nachhaltigkeit nicht nur als Thema einzelner Unterrichtsfächer behandelt wird, sondern als umfassendes institutionelles Konzept verstanden wird. Die Schule bemüht sich um einen energie- und ressourcenschonenden Betrieb, um Abfallvermeidung und getrennte Abfallsammlung sowie um die Anwendung umweltfreundlicher Lösungen. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen dabei eine aktive Rolle, wodurch die Entwicklung eines verantwortungsbewussten Verhaltens gefördert wird.
Als Ergebnis der Mobilität konnte ich meine Kenntnisse über die pädagogische Umsetzung von Nachhaltigkeit, den Einsatz projektorientierten Lernens, die Integration digitaler Werkzeuge in den Unterricht sowie über effektive Methoden zur aktiven Einbindung der Schülerinnen und Schüler erweitern. Eines der wichtigsten Ergebnisse der Mobilität war die Identifizierung zahlreicher Good Practices, die an die Bedingungen unserer eigenen Schule angepasst und dort umgesetzt werden können. Dazu gehören beispielsweise umweltbewusste Schulaktionen, Energiesparprojekte, Initiativen zur Abfallvermeidung, die Förderung nachhaltiger Mobilität sowie die aktive Einbindung der Schülerinnen und Schüler in die Planung und Durchführung von Umweltprojekten.
Die während der Mobilität gewonnenen Erfahrungen tragen zur Weiterentwicklung meiner eigenen pädagogischen Praxis sowie zur Umsetzung der Nachhaltigkeits- und Internationalisierungsziele unserer Schule bei.
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